Rundbrief aus Uganda

Ein Rundbrief von Carolin Meyer, der Tochter der Diakoniestations-Schwester Mieke Kunas aus Waldbröl

Liebe Interessierte,

 

lange her, seit ich in Deutschland war, aber ich habe Euch und das Denklinger Bistro nicht vergessen. Meine Tage sind nur so voll und ausgelastet, dass ich nicht zu allem, was mir wichtig ist komme.

 

Nun moechte ich aber die halbe Stunde, die mir vor dem Dienst in der Nutrition Unit bleibt nutzen, um euch ein wenig auf den neuesten Stand zu bringen.

 

Mitte Oktober haben wir 3 Kuehe erworben, die alle traechtig sind, und eigentlich alle demnächst kalben sollten. Das heisst die kostenlose Milchversorgung, so die Vereinbarung mit dem Krankenhaus und der existierenden Milchkuhfarm, laeuft an. Die Kuehe werden versorgt und die NU hat keine zusaetzlichen kosten.

Leider waren die Preise so hochgegangen, wie alles in Uganda, dass wir das Geld fuer nur drei Kuehe zusammen hatten. Aber ich glaube, es war so richtig und gut. Gott hatte vorgesorgt und ich bete, dass bei den Entbindungen alles glatt geht und es hoffentlich alles Kuehe sind und keine Bullen..... :-)

Vielen Dank daher auch nochmals an Euch!!!!! Es war eine tolle Sache und Moeglichkeit und ich bin immer noch am Staunen, was Gott in den kurzen 9 Wochen fuer Kontakte, Freundschaften und Erlebnisse bereit hielt. Es war wohl eine sehr stressige und intensive Zeit, aber alle Begegnungen und alle Ermutigungen und Interessen, haben dies wieder wett gemacht.

 

Ansonsten gibt es in der NU kleine Schritte vorwaerts. Die Mitarbeiter sind motiviert, lernbegierig und eine tolle Atmosphaere und ein tolles Miteinander herrschen. Demnaechst kommt eine zusaetzliche Kraft von der Ausbildung zurueck. Jennifer, eine Krankenschwester hat ihre Zustimmung gegeben, dass ich sie in die medizinische Leitung einarbeite. Dies wird ab Januar sein. Zusammen mit Rose, Sozialarbeiterin, werden sie die Unit dann leiten. Fuer die Ernaehrungsseite suchen wir noch eine Loesung und ich werde in der kommenden Woche an den Distrikt herantreten, ob nicht ein/e Ernaehrungswissenschaftler/in 1x/Woche eine Art Supervision machen kann- beratend zur Seite stehen.

 

In diesem Jahr planen wir in den Doerfern ehemalige Muetter und Vaeter, die angagiert und motiviert und entsprechende andere Voraussetzungen mitbringen, als Dorfgesundheitshelfer auszubilden. Es ist eine freiwillige Arbeit und soll die Situation in den Doerfern verbessern; an der Basis ansetzen und Kommunen Wissen vermitteln. Es wird bestimmt viel, aber ich freu mich total darauf.

Viele andere Ideen sind in meinem Kopf, wie wir die Arbeit verbessern, bzw. Kosten senken koennen. Es bleibt spannend.

 

In Jesus verbunden, gemeinsam fuer und mit IHM.

 

Deine/ Eure Carolin

 

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Freitag, 13. Februar 2009